Carl-A. Fechner erhält Deutschen Solarpreis 2019

Umweltfilmer und Friedensaktivist für sein Lebenswerk ausgezeichnet

Tuttlingen/Gelsenkirchen. Der Regisseur, Friedens- und Umwelt-Aktivist Carl-A. Fechner hat den Deutschen Solarpreis 2019 in der Kategorie „Sonderpreis für persönliches Engagement“ erhalten. Er erhält die Auszeichnung für sein jahrzehntelanges Engagement im Kampf gegen den Klimawandel und für eine weltweite Energiewende. Fechners Credo: Strom aus erneuerbaren Quellen wie Solarenergie ist nicht nur gut für die Umwelt, sondern ermöglicht gleichzeitig eine Wohlstands-Revolution für hunderte Millionen von Menschen.

Carl-A- Fechner produziert mit seinem Team von fechnerMEDIA seit mehr als 30 Jahren Dokumentarfilme und Reportagen zu Umwelt, Klimaschutz und Nachhaltigkeit. Zudem ist er Vorstand der Stiftung „Protect the Planet – Gesellschaft für ökologischen Aufbruch“. Sein beharrlicher Glaube an den Einsatz Erneuerbarer Energien, in den 1990er Jahren noch Zukunftsmusik, machen ihn zum Vorreiter und Leitbild der heutigen Klimabewegung.

Seine vielfach prämierten Kino-Dokumentarfilme „Die 4. Revolution – Energy Autonomy“ (2010), „Power to Change – die Energierebellion“ (2016) und „Climate Warriors“ (2018) berichten vom weltweiten Kampf um eine saubere, sichere und gerechte Zukunft durch dezentrale, erneuerbare Energien. Sein neues Projekt „FRIDAYS“ soll 2020 in die Kinos kommen. Der Dokumentarfilm nimmt die weltweit größte Jugendumweltbewegung „Fridays for Future“ in den Blick und portraitiert die persönliche Geschichte von sechs Jugendlichen auf sechs Kontinenten im Kampf um eine lebenswerte Zukunft.

Die Auszeichnung nahm seine Frau Bettina am Samstagabend auf der Preisverleihung in Gelsenkirchen entgegen. Fechner selbst ist derzeit bei der israelischen Premiere von „Climate Warriors“ in Tel Aviv. „Die Energiewende ist schön, spannend und lustvoll. Jeder kann teilhaben und sein Leben damit verbessern – das ist die Botschaft meiner Filme“, erklärt Fechner. „Diese Auszeichnung zeigt mir, dass sie ein wichtiger erklärender Baustein für die weltweite Energiewende sind.“

Namenhafte Persönlichkeiten aus Politik und Wirtschaft wie Eurosolar-Präsident Prof. Peter Droege, NRW-Wirtschaftsminister Prof. Dr. Andreas Pinkwart, Oberbürgermeister der Stadt Gelsenkirchen Frank Baranowski oder auch Geschäftsführer der Energie-Agentur NRW Lothar Schneider traten mit einem Appell an die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Preisverleihung heran. Der Journalist und Buchautor Dr. Franz Alt skizzierte in seinem Beitrag den weiteren Weg der globalen Energiewende: „Die dezentrale solare Energiewende entspricht dem Wunsch der Mehrheit unserer Gesellschaften. Wir verfügen heute über genügend Wissen, um die notwendigen Veränderungen zum Erhalt unserer Mitwelt zu organisieren. Dafür brauchen wir neben klugen und vorausschauenden Politikern eine weltweite Allianz von engagierten Weltenrettern, Zukunftsvisionären und Menschen, die Lust haben, in eine grüne und saubere Zukunft zu investieren. Das große Ziel ist: ein besseres Leben für alle.“

Neben Fechner reihen sich weitere sieben Preisträger in den Kategorien Städte/Gemeinden, Landkreise, Stadtwerke; Ssolare Architektur und Stadtentwicklung; industrielle, kommerzielle oder landwirtschaftliche Betriebe/Unternehmen; lokale oder regionale Vereine/Gemeinschaften; Medien; Transportsysteme sowie Bildung und Ausbildung ein.

Der Deutsche Solarpreis wird seit 1994 von Eurosolar e.V. für das Engagement in Bezug auf Erneuerbaren Energien an Gemeinden, Unternehmen, Vereine oder Organisationen, Journalisten und Privatpersonen vergeben und wurde von Dr. Hermann Scheer († 2010) ins Leben gerufen. Geehrt werden mit dem Preis Projekte und Initiativen, „die die Energiewende (…) aktiv vorantreiben. Denn der Erfolg der Energiewende hängt maßgeblich von Innovationen, Mut und Herzblut aus allen Teilen der Gesellschaft ab.“

Carl-A. Fechner, Umwelt- und Friedensaktivist, ist prämierter Regisseur, Autor und Umwelt-Visionär. Seine Filme „Die 4. Revolution“ (2010) mit Hermann Scheer, „Power to Change“ (2016) und „Climate Warriors“ (2018) berichten vom weltweiten Kampf um eine saubere, sichere und gerechte Zukunft durch dezentrale, erneuerbare Energien. Der persönliche Wandel ist dabei Carl Fechners Lebensthema. Fechner, geboren 1953 in Gütersloh, ging nach dem Abitur zur Bundeswehr und wurde dort Teil einer Elite-Einheit. Während der Zeit bei der Armee studierte er Medienpädagogik in München kam so in Kontakt mit Film und Fernsehen. Parallel zu seiner Stationierung in Immendingen protestierte er – obwohl weiterhin im aktiven Dienst – friedlich gegen den NATO-Doppelbeschluss und die Stationierung von Atomwaffen. 1987 begann Fechner seine Arbeit als Dokumentarfilmer – zunächst für die ARD als Kriegsreporter in Krisengebieten. Bald entschloss er sich, nicht mit dem Leid anderer Menschen Geld zu verdienen, und konzentrierte sich auf positive Nachrichten. So fand er den Weg zu den Erneuerbaren Energien, die in den 1990er Jahren noch Zukunftstechnologien waren. Auf seinen weltweiten Reisen erkannte Fechner die friedensstiftende Bedeutung der Erneuerbaren für die weltweiten Konflikte und die Chance, die in der eigenständigen Versorgung mit Strom und Wärme liegt. Seitdem gibt er in seinen Filmen denen eine Stimme, die sich für eine saubere, sichere und gerechte Welt einsetzen. Seine Vision ist eine vollständige weltweite Umstellung auf Erneuerbare Energien und der vollumfängliche Abschied von Verbrennungstechnologien.

Kontakt für Medienanfragen
Jonathan Fasel
+49 176 20093285
jonathan.fasel@fasel.de